Echtheit digitaler Medien

Gestern in Berlin – Content Credentials „in echt“ bei der d-trust. Sehr spannendes Thema, spannende Veranstaltung!

Ich durfte das Thema „Echtheit digitaler Medien im Sachverständigenwesen“ beitragen und mir ist einmal mehr bewusst geworden, dass es hier längst nicht mehr um ein technisches Thema geht, sondern das Thema „Echtheit“ riesige soziale, politische und kulturelle Dimensionen annimmt.

Man könnte (und muss vielleicht sogar) sagen, dass die Verifizierbarkeit digitaler Medien ein Grundpfeiler der Demokratie ist. Denn nur, wenn ich weiß was ist wirklich passiert und was ist erfunden, kann Information funktionieren. Und zwar völlig egal, ob auf Social Media, im Nachrichtenwesen oder vor Gericht und im Sachverständigenwesen.

Die C2PA (https://c2pa.org) stand gestern im Fokus und stellt mittlerweile ein funktionierendes technisches Ökosystem zur Verfügung. Allerdings müssen wir alle auch wissen, wie man damit umgeht, denn die Gefahr der Fehlinterpretation besteht natürlich auch hier.

Ein „cr“-Symbol im Bild bedeutet eben nicht, dass das Bild „echt“ ist. Es bedeutet zunächst nur, dass es „Content Credentials“ besitzt, d.h. dass eine Echtheitsinformation hinterlegt ist, d.h. dass der Ursprung des Bildes verifiziert werden kann. Und der Ursprung kann genauso gut „Generated by AI“ sein. „cr“ alleine reicht also nicht, wir müssen wissen (und dafür sorgen, dass jeder das weiß), wie das Symbol genutzt werden kann, um rauszufinden, was echt oder fake ist.

Spannend war auch zu sehen, wie weit einige Projekte, z.B. beim WDR oder auch beim Fraunhofer-Institut schon in der technischen Umsetzung sind. Das macht Mut!

Wir werden es nie schaffen, KI-generierte Inhalte zuverlässig zu erkennen! Lasst uns also beginnen, echte Inhalte zu authentifizieren! So wird ein Schuh draus…

#informatikersindcool#digitalemedien#c2pa

Weitere Posts zur Veranstaltung:
https://lnkd.in/dKSpQC-e und https://lnkd.in/dPcW568h