„75% aller Projekte scheitern“ – mit dieser bescheuerten Aussage habe ich letzte Woche meine Keynote auf der Modern RE in Leipzig eröffnet.
Warum bescheuert?
Weil diese Aussage nicht fundiert ist. Es gibt zwar eine dazu passende Studie, darin steht aber weder, was „alle“ Projekte sein sollen (weltweit, deutschland, klein, groß, dünn, dick, teuer, günstig, IT, nicht IT, Branche, usw.) noch was „scheitern“ bedeutet (ganz tot, halb tot, ein bisschen krank, einfach nur „anders“, zu spät, zu teuer, usw.).
Also ein denkbar schlechter und wenig fundierter Einstieg in einen Vortrag. Läuft.
Warum hab‘ ich’s trotzdem gemacht?
Na ja…. zunächst mal waren dann alle „wach“ und ich konnte diese Aussage selbst challengen und einordnen – denn völlig unabhängig von der genauen Formulierung und prozentualen Einordnung ist eine Sache korrekt:
Projekte scheitern. Und zwar nicht wenige.
Und hier kommt eine zweite, wichtige Erkenntnis dazu: die meisten Projekte scheitern bereits zu Beginn (auch wenn’s erst am Ende weh tut) – und das kann man häufig schon am Pflichtenheft erkennen.
Ob es am Ende 25, 50, 75 oder 90% der Projekte sind, die scheitern…. eins ist klar: wir wollen nicht, dass Ihr Projekt dazu gehört!
Und die Modern RE war ein super Rahmen um genau dies zu diskutieren und Lösungen zu erarbeiten.